Konfirmandentag am 03.09.2017

Am 03.09.2017 war es soweit, - endlich ein Konfirmandentag, wie er auch in unserem Gesamtverband üblich ist. Das Thema war Heimat Kirche – Die Geschichte Jesu erklärt anhand des Netzer und des Waldecker Altares.

IMG 1829 Konfirmandentag

Wir trafen uns in Waldeck mit unserer Kirchenvorsteherin Michaela Herzog-Reinhard in der Waldecker Kirche, hatten eine Andacht und zwei Unterrichtseinheiten und wanderten von der Waldecker Kirche bis zur Netzer Kirche. Die Wanderung verlief in ausgelassener Stimmung, bis ein Rennradfahrer auf dem Netzer Rad- und Fußweg meinte, er hätte uneingeschränktes Vorfahrtsrecht, voll Stoff in unsere Schar reinbretterte, einen Konfirmanden touchierte und laut zeternd weiterfuhr. Menschen gibt’s….! Zum Glück ist nichts passiert.

der Kirche Netze erläuterte uns unsere Küsterin Frieda Trappmann die Geschichte der Netzer Kloster-Kirche und führte in den Altar ein, dessen Botschaft sich die Konfirmandengruppe selbst erarbeitete. Das kulinarische Highlight war dann Kochen mit Michaela in der Alten Schule. Es hat hervorragend geschmeckt. Zwei waren allerdings schon satt, weil sie sich schon während der Wanderung nach Netze den Bauch vollgeschlagen hatten.

Darauf ging unsere Wanderung weiter nach Böhne. Mit der Wegfindung war es nicht so ganz einfach. Wir bogen einfach zu spät ab. Schließlich waren wir mitten im Wald an einem Wühlplatz von Wildschweinen. Der Himmel verdunkelte  sich bedenklich. Nieselregen ging in leichten Regen über. Knut Kappe und Yafilli Ravalli wollten uns durchs Unterholz aus der ganzen Suppe herausführen, nur durch dichtes Brombeergestrüpp wollten wir dann auch nicht gehen!

Also  machte sich Michaela als Pfadfinderin auf den Weg. Wir warteten sehnsüchtig lauschend auf ihren Ruf. Mittlerweile fing es an krachend zu donnern. Wilde Befürchtungen machten die Runde: Was ist, wenn jetzt Wildschweine auftauchen? Was ist wenn ein Blitz in einen Baum fährt und auf uns stürzt? Eine Konfirmandin kümmerte sich rührend um die Ängstlicheren, eine Konfirmandin meinte, wir würden hier alle sterben. Schließlich hörten wir den leisen Ruf von unserer Pfadfinderin, die sich bei ihrer Suche einmal langgelegt hatte! Autsch!

Wir kamen genau dort wo die Teerstraße von Buhlen Richtung Böhne abknickt aus dem Wald. Kaum waren wir aus dem Wald heraus gerieten in einen von Hagelschauern durchmischten Platzregen! Der Weg nach Böhne erschien uns unendlich. Inzwischen waren alle völlig durchnässt. Ein Mädchen schlug vor, das Glaubensbekenntnis und das Vaterunser zu beten - könnte ja helfen. Das taten wir. Mir drängte sich der Vergleich mit Martin Luther auf.

Schließlich schimmerte durch den Regendunst ein Lichterschein. Ein Auto rollte heran und darin saß Insas Mutter Gabi, die uns engelsgleich verkündete, dass sie und Frau Kraft einen Shuttleservice einrichten, um uns zur Böhner Kirche zu fahren. Die bis auf die Knochen durchnässten Wanderer wurden eingeladen und zur Böhner Kirche gekarrt, wo sie dann von Herrn Gregel mit den Worten empfangen wurden, dass die Böhner Kirche nicht nur eine Trost, sondern auch eine Trocknungskirche sei.

Nach einem Gebet und einem Vaterunser wurden die Konfirmanden von den Eltern abgeholt, während Michaela und der Pfarrer nach Netze fuhren, um die von uns benutzten Räume in der „Alten Schule“ zu säubern und aufzuräumen.

Diesen Tag werden wir wohl nie vergessen.

Text: Til Follmann